© Astrid Burmeister

Herzliche Grüße zum Sonntag Reminiszere

Sun, 13 Mar 2022 10:13:48 +0000 von Christiane Schuster-Scholz

Herzliche Grüße am 13.03.2022 aus St. Jürgen!
Mit Friedensgebet und Passionsandacht beginnen wir freitags das Wochenende. Am Sonntag feiern wir um 9.00 Uhr in Akelsbarg und um 10.00 Uhr in Holtrop Gottesdienst - mit Abstand und Mund-und-Nasenschutz-. Wer lieber von zu Hause mitfeiern möchte, kann mit diesem Mitnehm-Gottesdienst in Verbundenheit von zu Hause mitfeiern.
Der Name des Sonntages ist eine Aufforderung an Gott: Gedenke! Erinnere dich an deine Barmherzigkeit und Güte.  Menschen versuchen an eine alte verlässliche Beziehung anzuknüpfen. In der Lesung aus dem Römerbrief 5,1-11 gibt das Paulus die Gewissheit, dass sich Gott durch alle Not und Bedrängnis und alles Leiden hindurch als barmherziger Retter erweisen wird. Im Predigttext steht Jesu Ringen um Vertrauen auf Gottes Beistand im Mittelpunkt. Aus dem Gebet geht er gestärkt seinen Weg, an den der Wochenspruch erinnert: Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Röm5,8
Wir halten inne und schöpfen Vertrauen
im Namen Gottes, der die Welt in´s Leben rief und auch uns, 
im Namen des Sohnes, der uns gezeigt hat, wie Liebe und Barmherzigkeit auf dieser Welt Gestalt annehmen und im Namen der Heiligen Geistkraft, die uns ermutigt, stärkt und verbindet.  
 
Einladung zum Gebet: 
Gott, welche Werte haben wir noch? 
Glaube, aus dem Frieden kommt?
Bedrängnis, aus der Geduld wächst? 
Bewährung, aus der Hoffnung entspringt?  
Wer erinnert sich noch? 
Glaube und Frieden, Bedrängnis und Geduld,
Bewährung und Hoffnung –  du, Gott, vergisst sie nicht.
Erinnere uns an das, was war und was sein wird. 
Du, Gott, vergisst uns nicht. Daran lass uns wieder denken,
wenn wir den Weg Jesu vor Augen nehmen. Amen

Jesus in Gethsemane
36 Da kam Jesus mit ihnen zu einem Garten, der hieß Gethsemane, und sprach zu den Jüngern: Setzt euch hier, solange ich dorthin gehe und bete. 37 Und er nahm mit sich Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus und fing an zu trauern und zu zagen. 38 Da sprach Jesus zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibt hier und wacht mit mir!
39 Und er ging ein wenig weiter, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, ist's möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst! 40 Und er kam zu seinen Jüngern und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Könnt ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen? 41 Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.
42 Zum zweiten Mal ging er wieder hin, betete und sprach: Mein Vater, ist's nicht möglich, dass dieser Kelch an mir vorübergehe, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille!
43 Und er kam und fand sie abermals schlafend, und ihre Augen waren voller Schlaf. 44 Und er ließ sie und ging abermals hin und betete zum dritten Mal und redete dieselben Worte. 45 Dann kam er zu seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr weiter schlafen und ruhen? Siehe, die Stunde ist da, dass der Menschensohn in die Hände der Sünder überantwortet wird.
46 Steht auf, lasst uns gehen! Siehe, er ist da, der mich verrät.
 
Beten Sie? Zu unserem gemeinsamen Essen gehört das Tischgebet dazu. Abends, wenn der Tag vergeht und Ruhe einkehrt, ist das Gebet der Ort, an dem ich alles was war und alles was sein wird in Gottes Hand legen kann.  Gott ist ein Gott in Beziehung. 
Zu dieser Beziehung nehme ich Zuflucht, frage nach dem, was Gott mit uns vorhat und nach dem, wozu er mich vielleicht gerade an den Platz stellt, an dem ich bin. 
Ich bin sicher, dass Gott mit dem seinen ganz bestimmten Plan hat. 
Er hat etwas mit uns vor. Nicht immer können wir das erkennen und mitunter prüft er uns schwer. 
Und doch lässt er uns auch, wenn wir dunkelste Täler durchschreiten müssen, nicht allein. Wir erleben, dass er an unserer Seite bleibt, uns die Kraft gibt, die wir brauchen.  Es hat mich sehr bewegt, aus der Ukraine ein Gebetanliegen zu erhalten, dass dortige Frauen mit Bitte um ein Mitbeten in Solidarität formuliert haben. Sie beten: 
Barmherziger Gott, wir klagen dir unser Leid und unsere Ohnmacht. Der Friede in Europa ist zerbrochen. Wir sehen die Not. Millionen Menschen sind auf der Flucht. Hunderttausende kämpfen miteinander. Tausendfacher Tod bringt Leid für Generationen und Trauer bei allen, die geliebte Menschen verlieren. Familien suchen Schutz in Bunkern und U-Bahn-Stationen. Junge Männer fuhren in ein Manöver und wussten nicht, dass sie in einen Krieg geführt wurden. Kinder lernen die Angst und werden das nie vergessen können. 
Herr, erbarme dich und lass Frieden werden. Wende die Herzen derer, die vom Tod das Leben und von Gewalt den Frieden erwarten. Stärke alle, die für Vernunft und Gerechtigkeit arbeiten und gib ihrer Arbeit Frucht. Hilf, dass die Stimmen der Versöhnung und der Mäßigung Gehör finden. Lass diejenigen, die sich an dieser Gewalt nicht beteiligen, Wege finden, wie sie ihrem Gewissen folgen können. 
Herr, erbarme dich und lass Frieden werden. Wende das Schicksal aller Menschen in der Ukraine, die Existenz, Heimat und Geborgenheit verlieren. Gib, dass sie die Hilfe finden, die sie jetzt brauchen. Stärke alle Menschen guten Willens, die ihnen beistehen mit offenen Händen und offenen Herzen. Hilf auch denen in Russland, die diesen Krieg nie wollten und doch seine Folgen tragen müssen. Ermutige alle, die dort unter großen Opfern gegen diesen Krieg ihre Stimme erheben. Das bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn und Bruder, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und Leben schafft von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Beten, hoffen Sie mit und bleiben Sie behütet, Ihre Pastorin Christiane Schuster-Scholz  

EG 96 Du schöner Lebensbaum des Paradieses
1dt. Du schöner Lebensbaum des Paradieses, gütiger Jesus, Gotteslamm auf Erden. Du bist der wahre Retter unsres Lebens,
unser Befreier.
 
2dt. Nur unsretwegen hattest du zu leiden, gingst an das Kreuz und trugst die Dornenkrone. Für unsre Sünden musstest du bezahlen mit deinem Leben.
 
3dt. Lieber Herr Jesus, wandle uns von Grund auf, dass allen denen wir auch gern vergeben, die uns beleidigt, die uns Unrecht taten,  selbst sich verfehlten.
 
4dt. Für diese alle wollen wir dich bitten, nach deinem Vorbild laut zum Vater flehen, dass wir mit allen Heilgen zu dir kommen
in deinen Frieden.
 
EG 430 Gib Frieden, Herr, gib Frieden
1. Gib Frieden, Herr, gib Frieden, die Welt nimmt schlimmen Lauf. Recht wird durch Macht entschieden, wer lügt, liegt obenauf. Das Unrecht geht im Schwange, wer stark ist, der gewinnt. Wir rufen: Herr, wie lange? Hilf uns, die friedlos sind.
 
4. Gib Frieden, Herr, gib Frieden: Denn trotzig und verzagt
hat sich das Herz geschieden von dem, was Liebe sagt!
Gib Mut zum Händereichen, zur Rede, die nicht lügt,
und mach aus uns ein Zeichen dafür, dass Friede siegt.
 
Hier finden Sie die Lieder zum Zuhören und Mitsingen
Quelle: Christiane Schuster-Scholz
Garten - Raum für ein Gebet