© Astrid Burmeister

Herzliche Grüße zum Sonntag Lätare

Sun, 03 Apr 2022 13:15:53 +0000 von Christiane Schuster-Scholz

Herzliche Grüße zum  26. und 27.03.2022 aus St. Jürgen!
Das geheilte Ohr des Söldners Malchus hat uns am Freitag um 19.00 Uhr in der Passions- und Friedensandacht begleitet. Samstag und Sonntag stellen sich unsere Hauptkonfirmandinnen und Hauptkonfirmanden, die im Mai ihre Konfirmation feiern werden, vor:
Laura Czeromin, Kai Habben, Mara Kleen, Sara Papke, Thorben Reis, Jessica Strömer, Erik van Lengen, Calvin Willms, Marlick-Marlon Hiller, Thorge Bergmann, Hannes Brinkmann, Henning Bullmann, Leon Gerdes, Jana Heidt, Bennet Jetses, Jaike Schoon, Amelie Pudenz, Hannes-Immo Hinrichs. 
Um Saat und Säen geht es an diesem Gottesdienst. Mit dem, was wir im Konfirmandenunterricht, erarbeitet, gelernt, ausgetauscht und erlebt haben, tragen wir gewissermaßen ein Saatkorn in unserem Herzen. Es wird aufgehen und Frucht tragen und uns Zuversicht, Orientierung, Gottvertrauen und Lebensmut geben. Im Bild vom Saatkorn wird auch beschrieben, dass Jesus in Gottes Auftrag für uns den Weg freimacht, dass wir neu mit Gott in´s Leben starten können, und dass er in seinem Leiden und Sterben die Verlorenheit des Todes für uns überwunden hat. Wir müssen uns im Leben und im Sterben nicht fürchten. Das Matthäusevangelium erinnert daran: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein, wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht. (Mt. 25,40)“
Wir halten inne, schöpfen Mut und Vertrauen
im Namen Gottes, der die Welt in´s Leben rief und auch uns, 
im Namen des Sohnes, der uns die Liebe Gottes zeigt, und im 
Namen der Heiligen Geistkraft, die uns ermutigt, stärkt und begleitet.  
 
Einladung zum Gebet: 
Umgib mich Gott, so wie du alles umgibst.
Du schaffst neues Leben. Aus der Mitte des Dunkels wachsen wir ins Licht. Dunkel oder Licht: Du bist bei mir. Ich freue mich, Gott. Amen
 
 
Das Leben als Gespräch mit Gott
„Vater unser im Himmel!“
          „Ja?“
„Unterbrich mich nicht, ich bete.“
          „Aber du hast mich doch angesprochen!“
„Ich, dich angesprochen? Äh, also eigentlich nicht.
Das beten wir eben so: Vater unser im Himmel!“
          „Da, schon wieder! Du rufst mich an, um ein Gespräch zu           
           beginnen, oder? Also: Leg los, worum geht´s?“
„Geheiligt werden dein Name“
          „Meinst du das ernst?“
„Was soll ich ernst meinen?“
          „Ob du meinen Namen wirklich heiligen willst.- Was bedeutet        das denn für dich?“
„Es bedeutet…meine Güte, ich weiß nicht, was es bedeutet! Woher soll ich das wissen?“
          „Es heißt, dass du mich ehren willst, dass ich dir einzigartig     wichtig und wertvoll bin.“
„Aha, Hm – ja, das verstehe ich.“
„Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.“
          „Tust du was dafür?“
„Dass dein Wille geschieht? Natürlich! Ich gehe zum Gottesdienst und zahle Kirchensteuer, damit es so etwas wie Kirche geben kann.“
          „Das ist gut, aber ich will mehr: Dass dein Leben in Ordnung kommt, dass deine Angewohnheiten,  
           mit denen du anderen auf   die Nerven gehst, verschwinden. Ich will, dass Kranke geheilt,       
            Hungernde gespeist und Trauernde getröstet werden; denn alles, was du anderen Menschen tust,
           das tust du für mich.“
„Warum hältst du das ausgerechnet mir vor? Was meinst du, wie viele stinkreiche Heuchler in der Kirche sitzen. Schau die doch an!“
          „Entschuldige! Ich dachte, du betest wirklich darum, dass mein Wille geschieht. Das fängt bei 
           dem an, der darum bittet.“
„Na ja das leuchtet mir schon ein.“
„Unser tägliches Brot gib uns heute“
          „Du hast jeden Tag reichlich zu essen, Mann!   
          Deine Bitte beinhaltet die Verpflichtung, etwas dafür zu tun, dass alle zu essen haben.“
„Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“
          „Und Thomas?“
„Thomas? – jetzt fang nicht von dem an! Der macht sich ständig über mich lustig und versucht damit bei anderen zu punkten. Wenn ich den nur sehe, werde ich schon wütend!“
          „Ich weiß, und dein Gebet?“
„Ich meinte es nicht so.“
          „Du bist wenigstens ehrlich. Macht dir es eigentlich Spaß mit so viel Wut im Bauch herumzulaufen?“
„Es macht mich krank!“
          „Ich will dich heilen. Vergib Thomas und ich vergebe dir. Dann ist es Thomas Sünde und dir gibt 
            es Frieden in´s Herz.“
„Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.“
          „Nichts lieber als das! Meide bitte Personen und Situationen,   durch die du in versucht wirst! 
            Du kennst deine schwachen Punkte: „Unehrlichkeit, Neid…Gib dem keine Chance!“
„Also, das ist das schwierigste Vaterunser, das ich je gebetet habe.
Aber es hat zum ersten Mal etwas mit meinem Leben zu tun!“
            „Schön, wir kommen vorwärts.“
„Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen“
          „Weißt du, was ich einfach herrlich finde? Wenn Menschen wie du anfangen, mich ernst zu
            nehmen. (nach Clyde Lee Herring)

Einen segensreichen Sonntag, Ihre Pastorin Christiane Schuster-Scholz 

EG 334 Danke für diesen Festtag heute
1. Danke für diesen Festtag heute, danke für diesen Lebensschritt. Danke, du willst uns Freude gönnen
 Gott, geh du heut mit.
 
2. Danke für alle offnen Türen, danke, dass Zukunft vor uns liegt.
 Danke, wir können manchmal spüren, wie man Flügel kriegt.
 
3. Danke für Ziele, die sich lohnen, danke für Jesu Lebensspur.
 Danke, du Gott willst bei uns wohnen, nicht im Himmel nur.
 
4. Danke,  dass wir Gemeinschaft haben, danke, du, Gott,  schenkst uns voll ein. Danke für alle guten Gaben – 
 hilf uns, Mensch zu sein. 
 
5. Danke, dass ich dein Wort verstehe, danke, dass deinen Geist du gibst. Danke, dass in der Fern und Nähe
du die Menschen liebst.
 
EG 98 Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt
1. Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt, Keim, der aus dem Acker in den Morgen dringt - Liebe lebt auf, die längst erstorben schien: Liebe wächst wie Weizen und ihr Halm ist grün.
 
2. Über Gottes Liebe brach die Welt den Stab, wälzte ihren Felsen vor der Liebe Grab.Jesus ist tot. Wie sollte er noch fliehn?
Liebe wächst wie Weizen und ihr Halm ist grün.
 
3. Im Gestein verloren Gottes Samenkorn, unser Herz gefangen in Gestrüpp und Dorn -hin ging die Nacht, der dritte Tag erschien: Liebe wächst wie Weizen und ihr Halm ist grün.
Quelle: Andreas Wiltfang
Festaltar in St. Jürgen