© Astrid Burmeister

September-Grüße

Wed, 21 Sep 2022 14:43:42 +0000 von Christiane Schuster-Scholz

„Gott lieben, das ist die allerschönste Weisheit“
(Jesus Sirach 1,10) Dat is de Bibelwoord för Septembermaand
 
„Septembermaand is Platdüütsch-Maand“ het mal een an mi seggt. 
Dorum much ik uns Andacht up Platt schrieven. 
Nu hebben wi Harfst. Un darto hört na min Dünken ook de Gesang: 
EG 322 „Nun danket all und bringet Ehr“
In disse Gesang geit dat um uns Leben. Up anner Kant word dor ook na de Horizont van Gotts Ewigkeit henkeeken. All dat in Achtergrund, sücht Paul Gerhard Grund darto, Gott Loff un Dank to seggen, so as dat in Jesus Sirach seggt word: „Nun danket alle Gott, der große Dinge tut an allen Enden, der uns von Mutterleib an lebendig erhält und uns alles Gute tut.“
Wel dor henhören deit un up sin eeigen Leben torüchkieken deit, de word gewahr, wat Gott in´t eeigen Leben upstellt het. För mannig wat kunnen we hüm Dank seggen. Schmieten wi mal een Oog darup, wat Paul Gerhard finnen deit. Laten´s uns miteenanner singen: 
1. Nun danket all und bringet Ehr, ihr Menschen in der Welt,
dem, dessen Lob der Engel Heer im Himmel stets vermeld’t.
 
2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten Gut,
der seine Wunder überall und große Dinge tut;
Dat gifft heel Bült, worför wi Gott Dank seggen kunnen, net ook in disse Tied. Sülms in Himmel doon dat de Engels. Een Lofgesang ist all um uns to. 

De laten uns föhlen, dat de Welt heel bült wieder geit als wi dat mit Hannen gripen un mit all uns Sinnen faten kunnen. Paul Gerhard legt uns nah, in de Gesang van de Engels intostimmen. Gott deit Wunner. An jede Dag, an de de Sün upgeiht un de Himmel sük över uns wölben deit. He deit Wunner, wor ook immer Planten upbleuen un sük de Bladen in Harfs bunt farven. Dat gift soon Bült an verscheeden Lebenwesen. Wi kunnen de Spinne bewunnern, wo se hör Netz wevt, de Kojen un Schapen bewunnern, de up de Weid staant. In jede Minsch gift dat wat besünners, dat dör disse Minsch in´t Welt kummen is. Wi bruken eenig Ogen darför, dat to sehn. Seker, wi kunn uns verklooren, wat vun wat kummen is. Man, dat´t dat Universum geben deit, so als dat is, dat hier Leben upkummen is, so als dat is, dat is doch een Wunner. Leep völs blift verburgen, wovöl Aparaten to unnersöken wi da ook to Hülp nehmen. 
Gott, ich danke dir, dass du diese Welt so groß und wunderbar gemacht hast. Öffne mir die Sinne für die Wunder, die du überall tust!
Latens uns singen: 
3. der uns von Mutterleibe an frisch und gesund erhält
und, wo kein Mensch nicht helfen kann, sich selbst zum Helfer stellt; 
 Wenn ik över min Leben nohdenk, dann staun ik, dat ik vandaag noch an´t Leben bün. Wo fokken weer ik all de Dood nah! Gesundheit is toallererst wat, dat uns schunken word, nich, wat Medizin maken kunn. Wi kunnen uns dorna verholen und darto biedraagen. Man in Hannen heben wi dat toletzt nich. Dat gift ook Schicksale, de uns treffen, mit de wi kloor worden mutten. Kien anner kunn uns dat afnehmen, an uns Stell treden un dat för uns draagen. Uns hülpen kunn kien een, bloot de een, de mi als Hülper to´d Sied steit. 
Gott, ich danke dir, dass du mich bis zum heutigen Tag gesund erhältst. Du bist meine Hilfe, wo kein Mensch helfen kann. 
4. der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet guten Muts,
die Straf erlässt, die Schuld vergibt und tut uns alles Guts.
Uns Herrgott is een, de niemals upreknen deit. Wenn ik gewahr wort, wo fründlik mi Gott in Leevde ankieken deit, denn seh ik klaar, wo ik hüm trurig makt heb, wo ik hardartig mit annern ümgaan bün.
Laten´s uns singen: 
5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn
und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz ins Meeres Tiefe hin.
Hebben se dat murken: Nu is da nich mehr van Dank de Red. Nu geit dat um dat, warför wi Gott nögen düürn. To´n Biespiel: Een blied Hart. 
Gott will, dat uns dat good geit. Hüm licht daran, dat wi free uns Upgaaben in´t Leben angriepen kunnen, lebennig, waker und free.
So in´t Moment to leben, dat wünsch ik mi. Dat ik nich vull Verdreet of bang min Leven anfat. Totroon to Gott to hebben, bedüt. He makt mi free  un lett mi in´t „Nu un Jetzt“ min Leben föhren.  Gott, du weißt, was mir die Freude am Leben raubt. Versenke es in die Tiefe des Meeres. Laten´s uns singen: 
6. Er lasse seinen Frieden ruhn auf unserm Volk und Land;
er gebe Glück zu unserm Tun und Heil zu allem Stand.
Wie weten, dat man Free, Glück un Heil nich allein maken kann.
Man wi kunnen uns open hollen darför. Heil bedüt meer, dann dat dat jede Misch goad geit. Heeil  bedüüt „Ganz-Wesen“, „In-Einklang-Wesen“. 
Gott schenke mir, was ich nicht produzieren kann, aber zu einem guten Leben brauche. Gib meinem Volk Land und Frieden. Laten´s uns singen: 
7. Er lasse seine Lieb und Güt um, bei und mit uns gehn,
was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns stehn.
Off un too kommt mi dat so vör, als dat dat Bös van alln Sieten nader kummt. Ik föhl mi in´t Eng dreven. Man van Gotts Levde und sin Barmherzigkeit umgeben to wesen, is min Schutz. So kann dat Mal gornich an mi rankummen.
Gott, um gib mich mit deiner Liebe und Güte. Laten´s uns singen: 
8. Solange dieses Leben währt, sei er stets unser Heil,
und wenn wir scheiden von der Erd, verbleib er unser Teil.
 
9. Er drücke, wenn das Herze bricht, uns unsre Augen zu
und zeig uns drauf sein Angesicht dort in der ewgen Ruh.
Wo is dat in min Leben? Heb ik utkeeken na Gott sin Heil? Mit wat vör een Geföhl kiek ik in uns Tokunft? Kunn ik mi in Vertroon open holen för Gott sin Wark, Totroon to hüm bewahren, hüm nögen, um de Free, de wi bruken. Kunn ik in disse Free min lütje Wark darto doon, dat Minschken Platz to Leben finnen und Gott sin Levde spören kunnen? 
Wi weeten doch: Toletzt is nich alln´s to End. So als Paul Gerhard much ik woll glöwen, dat Gott mi, wenn ik starv, min Oogen dicht moken deit. Dat Gott mi denn  sin Angesicht wiesen deit. Un ik weet, dat ik ook denn fein burgen bliev. Sin Seegen weer da, is da un blift da to jede tied. 
Gott, ich will dir danken mein Leben lang. 
Bleib mir treu und lass mich geborgen bleiben bei dir. Amen
 
Beden:
Gott, dor bün ik. Min Gedanken sünd noch annerswo:
Dor, wor ik van herkumm. Dor, wor ik up togah.
Lat mi nu hier bi di wesen. Din Ogen hebben mi begleit.
Geef mi Wiesteken, dat du dat god meenst mit mi. Laat min Ohren open wesen för din Woord. Hol min Geist open för di.
Quelle: Andreas Wiltfang
Denkmalsorgel St. Jürgen